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EU Moves To Crack Down On Illegal Logging Trade

LUXEMBOURG - EU farm ministers on Monday broadly welcomed plans to crack down on the lucrative illegal timber trade by making exporters obtain licences to prove their wood does not come from endangered rainforests... Continue

Bundesumweltminister Gabriel lenkt bei Waldschutz von eigener Untätigkeit ab

Pressemitteilung vom 22.10.2008

München - Pro REGENWALD wirft Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in einem offenen Brief Heuchelei vor... Continue

Politik versagt: Trotz skandalöser Zustände in der Holzwirtschaft sind immer andere zuständig

Regenwald- und Klimaschutz sind ganz oben in der Hitliste der sich besorgt gebenden Politiker in Berlin und Brüssel. Wenn es allerdings drauf ankommt, im politischen Tagesgeschäft Maßnahmen gegen die fortschreitende Waldzerstörung zu ergreifen, versteckt sich ein jeder hinter der Zuständigkeit der anderen... Continue

Ein langwieriger Weg
Politische Prozesse gegen den Raubbau an den Wäldern


FLEG -
Internationale Diskussionen und Abkommen

Politik fällt nicht vom Himmel. In der Regel bedarf es ausführlicher Diskussionen und häufig mehrjähriger Verhandlungen, bis es zu einem umsetzbaren Ergebnis kommt. Zu einem der wichtigeren internationalen Foren zur Behandlung des illegalen Holzeinschlags und möglicher Gegenmaßnahmen wurde der sogenannte FLEG-Prozess (Forest Law Enforcement and Governance = Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor), den die Weltbank koordinierte und wofür sie in den vergangenen Jahren drei internationale Ministerkonferenzen ausgerichtete: In Ostasien (Bali, September 2001), Afrika (Yaoundé, Oktober 2003) sowie Europa und Nordasien (St. Petersburg, November 2005).

Die FLEG Initiative sollte die ambitioniertere Weiterentwicklung des G8-Wald-Aktionsprogramms sein. Das US State Department trat mit dem Vorschlag, gemeinsam mit der Weltbank aufbauend auf deren technischer Expertise einen zwischenstaatlichen Prozess gegen den Raubbau in der asiatischen Region zu starten, die Flucht nach vorne an. Denn zu der Zeit war die US-Regierung den Erwartungen und dem Druck von zwei Seiten ausgesetzt. Sowohl die American Forest and Paper Association (AFPA) als auch die Umweltorganisationen waren mit der Waldzerstörung in Asien wegen der Holzproduktion für den amerikanischen Markt und den Dumping-Importen der illegalen Hölzer in die USA höchst unzufrieden und hatten Maßnahmen gefordert.

Die politische Entwickung in Indonesien Ende der 90er-Jahre war diesen Plänen dann sehr zuträglich. Die neue Präsidentin Megawati suchte, auch um einen Wandel der Forstpolitik in Indonesien und einen Bruch mit dem alten Korruptionssystem zu zeigen, internationale Unterstützung im Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag. Im Jahr 2000 hatte Indonesien bei der Internationalen Tropenholzhandels Organisation (ITTO) berichtet, dass 'illegaler Holzeinschlag eine ernsthafte Bedrohung für Indonesiens Wälder darstelle' und wenig später kam es schließlich zu einer Einladung zu einem Vorbereitungstreffen für die später als Bali-Konferenz bekanntgewordene erste FLEG Ministerkonferenz im September 2001.

An dieser Konferenz nahmen insgesamt etwa 150 Vertreter von 20 Staaten, von Unternehmen sowie eine Handvoll NGOs teil. Das wichtigste Ergebnis der Bali-Konferenz war eine Ministererklärung, die erstmals in einem zwischenstaatlichen Dokument politische Maßnahmen gegen illegale Holzgeschäfte ankündigte. Die Erklärung benennt 'illegalen Holzeinschlag und damit einhergehenden illegalen Handel als direkte Bedrohung für Waldökosysteme und für die Biodiversität insbesondere in Asien und auch in anderen Regionen', welche 'zu ernsthaften ökonomischen und sozialen Schäden in den betroffenen Ländern, vor allem bei den Dorfgemeinschaften, den Armen und wenig Privilegierten' beitragen. Dieser Erklärung beigefügt war eine unverbindliche Liste möglicher Aktiviäten zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung und Kontrolle der Holzgeschäfte.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aktivitäten: