raubbau.info - mit Transparenz gegen Raubbau

choose language:

Mehr Tranzparenz gegen RaubbauTags: deutschland global awareness illegal logging responsibility ngo woodworker trade

Pressemitteilung, 18.08.2006

Mehr Tranzparenz gegen Raubbau

Kaufen auch Sie immer noch Möbel aus illegalem Holz?

Der Internetauftritt www.raubbau.info der Münchner Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Pro REGENWALD sorgt für Durchblick im Holzmarkt. Wenn es nach den Umweltschützern geht, kauft künftig niemand mehr Holzprodukte bei Betrieben, die sich nicht engagiert gegen den Raubbau im Holzgeschäft einsetzen und dies entsprechend dokumentieren können.

Pro REGENWALD Mitarbeiterin Wiebke Böhm weiß aus unzähligen Gesprächen: 'Wer Holz aus nachhaltiger Produktion mit transparenter Produktionskette zum angemessenen Preis anbietet, hat keine Möglichkeit sich von dem Anbieter zu unterscheiden, der einen Container Raubbauholz aus dubiosen Quellen verramscht und dabei auch noch die Kunden über die Herkunft und Produktionsumstände im Unklaren lässt, wenn nicht gar anlügt. Wir dokumentieren auf www.raubbau.info was wir an Information erhalten, bewerten den Gesamteindruck, machen Checks in den Läden und lassen auch die Erfahrungen von Kundengesprächen einfließen.'

So ist der Umgang mit Anfragen von Kunden zur Herkunft der verwendeten Hölzer oder vorgelegten Zertifikaten, die die Legalität und Nachhaltigkeit des Holzes belegen, ein Maß für die Transparenz, welches in die Bewertung einfließt. Es gibt neben mitteilsamen und gut informierten Unternehmen auch solche, bei denen Kundenfragen unerwünscht sind und in Antwort darauf auch mal gelogen wird.

In einer Datenbank sind bundesweit holzverarbeitende und mit Holz handelnde Betriebe gelistet und bewertet. Die Daten bieten VerbraucherInnen die Möglichkeit, die verantwortungsvolleren Betriebe in ihrer Umgebung von den Schwarzen Schafen, also von denen, welchen die Zer-störung der Wälder egal ist, zu unterscheiden. Unter den bisher gelisteten Unternehmen finden sich ebenso vorbildliche wie verantwortungslose.

Die Pro REGENWALD-Mitarbeiter sehen den Holzhandel und das holzverarbeitende Handwerk als das Bindeglied zwischen VerbraucherInnen und dem Wald oder der Region, aus der das Holz stammt. Wiebke Böhm sagt: 'Der Holzhandel und das holzverarbeitende Handwerk nehmen eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Handel mit illegalen und nicht nachhaltig produzierten Hölzern ein - es steht und fällt mit der Transparenz.'

Weiterführende Informationen zur Kampagne 'Raubbauholz bannen' sowie zur Problematik des Handels mit illegalen Hölzern sind auf www.raubbau.info zu finden. Die Website ist Bestandteil des Projektes "Raubbauholz bannen", welches Pro REGENWALD mit Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bis Ende des Jahres durchführt.

Für Rückfragen:

Hermann Edelmann, Wiebke Böhm
Email: .org
Tel: 089-359 8650

Pro REGENWALD
www.pro-regenwald.de
www.raubbau.info