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Samling gegen Ureinwohner in SarawakTags: malaysia conflict illegal operations impact social local people companies

Protest der Kenyah gegen Holzeinschlag der Samling Timber Company in der Region Baram, Malaysia

Mehr als hundert Mitglieder indigener Kenyah-Stämme aus verschiedenen Langhäusern (Gemeinden), die im Herzen des Kedaya Telang Usan Gebietes in der Region Baram des Staates Sarawak in Malaysia leben, versammelten sich am oberen Moh (Fluß), um gewaltfrei gegen den Holzeinschlag der Samling Timber Company zu protestieren.

Am 19. Mai 2008 begannen die Ureinwohner der sechs Langhäuser Long Moh, Long Je'eh, Long Bela'ong, Long Sawan, Long Silat und Long Mekabar mit der Blockade. Die Blockade wurde auf der wichtigsten Straße errichtet, die von der Samling Timber Company genutzt wird, um die Holzeinschläge innerhalb des kollektiven Waldgebietes der Gemeinden der Kenyah des Kedaya Telang Usan in der Region Baram durchzuführen. Der Standort der Blockade ist etwa 300 Kilometer nordöstlich der Stadt Miri.

Die Blockade wurde von den Indigenen errichtet, um die Holzfirma Samling daran zu hindern, in ihren Wäldern in Sungai Sebua, Sungai Jekitan und Sungai Moh ungehindert Holz zu fällen und abzutransportieren. Außerdem soll mit der Blockade illegaler Holzeinschlag, wie er von Samling innerhalb des Gemeindegebietes ausgeführt wurde, gestoppt werden. Samling hat Baumarten wie Tapang, Menggris, Belian und Engkabang wissentlich illegal abgeholzt.

Seit der Errichtung der Blockade vor drei Wochen hörten die Abholzungen von Samling zeitweilig auf. Hunderte gefällter Bäume sind entlang der Straße aufgestapelt. Die Kenyah haben alle Trucks und andere zur Abholzung benötigte Maschinen davon abgehalten, das Gebiet zu befahren und Holz aus dem Gebiet zu transportieren. Sie haben zudem einen Brief an die Sarawak Forestry Corporation (SFC) gerichtet. Darin fordern sie die SFC zum einen auf, umgehend alle von Samling in diesem Gebiet illegal geschlagenen Stämme zu überprüfen. Zum anderen fordern sie, dass die SFC Samling von der Durchführung weiterer Fällungen abhält, bis die ordnungsgemäße Überprüfung aller Stämme abgeschlossen ist.

Seit Samling mit dem Holzeinschlag im oberen Baram-Gebiet begonnen hat, mussten die Gemeinden der indigenen Völker schwer unter den ökologischen Auswirkungen des Holzeinschlags leiden. Die Firma drang einfach in ihr Gemeinde- und Waldgebiet ein, um Fällungen durchzuführen, ohne irgendeine Rücksprache und Berücksichtigung ihrer Abhängigkeit vom Wald als Lebensraum. Die Kenyah griffen auf diese Aktion zurück, nachdem Samling ihre Forderungen und Rechte auf Zugang und Beteiligung an den Erträgen der natürlichen Ressourcen ihres Waldes fortwährend missachtet. Ihre zahlreichen Beschwerden bei den Behörden und den Holzfirmen bezüglich ihres Anrechts auf die Ressourcen des Waldes und die durch Holzeinschlag verursachten Problemen stießen auf taube Ohren.

Die Kenyah haben einige vernünftige Forderungen nach Sozialleistungen und der Entwicklung ihrer Gemeinschaft gestellt, da sie die Stakeholder sind, die gerechterweise von den Ressourcen des Waldes in ihrem Gebiet profitieren sollten. Allerdings wurden diese Forderungen von Samling in keinster Weise beachtet. Da sie keine andere Möglichkeit haben und gezwungen sind, auf ihre Notlage aufmerksam zu machen, griffen die Kenyah von Kedaya Telang Usan der Region Baram zu dieser Form des Protests, der noch immer andauert.

Die Kenyah bei der Blockade behaupten, dass die Straßenblockade ihr Weg sei, um Firmen- und Regierungs- bzw. Behördenvertreter aufzufordern, sich mit ihnen zu Gesprächen zu treffen und sich ihre Forderungen und Probleme anzuhören. Andernfalls würde die Samling Timber Company ihre Forderungen und Notlage weiterhin ignorieren.

Nachdem sie Beschwerden von Samling erreichten, wurde am 29. Mai 2008 eine Gruppe der Forstbehörde SFC zur Blockade geschickt, um die hölzernen Barrikaden zu beseitigen. Allerdings wurden sie daran gehindert, die Blockade abzubauen. Aufgrund dieses Scheiterns strengte die SFC eine Klage an und das Gericht in Miri bewilligte daraufhin die Haftbefehle.

Die Polizeibeamten der Polizeistation Marudi wurden am 14. Juni 2008 zur Blockade entsandt, um die Haftbefehle zu vollstrecken.

Bislang sind noch keine Verhaftungen erfolgt.

(Stand 17. Juni)

Pro REGENWALD -- 2008-06-24
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